Porsche  Modellreihen
Porsche 911
Porsche 901
Allgemeines
Beim 911er handelt es sich um einen typischen 2+2-Sitzer-Sportwagen.
Angetrieben wird er durch einen Sechszylindermotor in Boxer-Bauweise, der sich im Heck des Wagens befindet.
Diese Art des Heckmotors findet man auch in klassischen Fahrzeugen, wie etwa dem VW-Käfer oder dem Porsche 356 wieder.
Der Wagen hat in der Regel einen Heckantrieb, wobei seit 1989 auch Fahrzeuge mit Allradantrieb angeboten werden.
Angeboten wird der 911 in den Karosserieversionen Coupé, Targa und Cabriolet.
In den Jahren von 1989 bis 1993 wurde der Wagen auch in einer Roadster-ähnlichen Variante, die bei Porsche seit dem 1955 erschienenen 356 als "Speedster" bezeichnet wird, vertrieben.
Der Porsche 911 und seine Ableger wie etwa die Modelle Porsche 934 und 935 wurden in der Vergangenheit auch erfolgreich als Rennwagen eingesetzt.
Heute sind Rennwagen auf 911er-Basis hauptsächlich in Markenpokalen wie dem Carrera Cup im Einsatz.
Entstehungsgeschichte
Ende der 1950er Jahre begann Porsche einen Nachfolger des 356 zu entwickeln, da dieser bereits seit 1950 nahezu unverändert hergestellt wurde und nicht mehr dem Stand der Zeit entsprach.
Vor allem ließ sich der Vierzylinder-Boxermotor konstruktionsbedingt nicht mehr kostendeckend weiterentwickeln und herstellen.
Er war mit zwei Litern am Ende seiner Hubraum- und Leistungsentwicklung.
Das neue Modell sollte dem betagten 356 in allen Bereichen überlegen sein, ohne das typische Porschedesign aufzugeben.
Als Leiter der Porsche-Karosseriekonstruktionsabteilung wurde zunächst Erwin Komenda betraut, das Design des Porsche Typ 901 zu entwickeln.
Zeitgleich entwickelte auch Ferdinand Alexander Porsche (Ferdinand junior, genannt "Butzi"), der Sohn des Firmengründers Ferry Porsche, ein Design-Modell des neuen Wagens, wobei er sich an die wenigen Vorgaben zu halten hatte, unter anderem Radstand nicht länger als 2,20 m, Motor und Antrieb hinten.
Mit leichten Abstrichen beim Radstand (2,27 m) gelang ihm das auch.
Dabei beeinflussten sich beide Designer mit ihren Entwürfen.
Letztendlich bekam der Entwurf von Ferdinand junior den Zuschlag, da dieser dem Charakter eines Porsche-Automobils am besten entsprach und die Verwandtschaft zum 356 sofort erkennbar war.
Der neue Wagen hatte gegenüber dem 356 größere Außenmaße und vor allem größere Fensterflächen, die zu einer verbesserten Rundumsicht verhalfen.
Auch das Innendesign wurde überarbeitet und dem Zeitgeist der 1960er Jahre angepasst.
Neben modernerer Technik war der Antrieb die grundlegendste Veränderung des neuen Wagens.
Dieser hatte statt eines Vierzylinder- nun einen Sechszylinder-Boxermotor, der aus zwei Litern Hubraum bei 6100 1/min eine Leistung von 96 kW (130 PS) lieferte und einen Benzinverbrauch von etwa 13,5 l auf 100 km hatte.
Dieser luftgekühlte Motor mit Trockensumpfschmierung hatte bereits den unverwechselbaren Motorenklang des 911.
Verantwortlich für die Entwicklung dieses legendären Porsche-Motors ist der ehemalige Porsche-Motorenchef Hans Mezger, der später unter anderem den Porsche 917 und den TAG-McLaren-Motor konstruierte, mit dem der englische Rennstall dreimal hintereinander die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann.
Der Porsche 911 wurde im Lauf seiner mehr als vierzigjährigen Geschichte kontinuierlich weiterentwickelt.
Porsche 911 (Urmodell)
Porsche 911 Coupe
Porsche 912
Porsche 911 S
Porsche 911 T
Porsche 911 S
Porsche 911 RS
Porsche 911 (G-Modell)
Auffälligstes äußeres Erkennungsmerkmal sind die höheren und wuchtigeren Stoßstangen, die über schwarze Kunststoff-Faltenbälge in die Karosserie übergehen.
Diese sogenannten "Faltenbalg-Stoßstangen" waren notwendig, um neue US-amerikanische Crashtest-Bedingungen erfüllen zu können, die einen Front- oder Heckaufprall auf ein festes Hindernis bei einer Geschwindigkeit von 8 km/h ohne Karosserieschäden forderten.
Zu diesem Zweck waren die Stoßstangen über hydraulische Pralldämpfer an die Karosserie angebunden, um die Aufprallenergie aufnehmen zu können.
Auf den übrigen Märkten wurden diese serienmäßig durch leichtere und günstigere Prallrohre ersetzt.

Die in dieser Form gebauten Jahrgänge 1974-1989 werden, entsprechend der internen Bezeichnung "G-Serie" für das Modelljahr 1974, allgemein als "G-Modell" bezeichnet, beginnend mit dem Modelljahr 1968, der A-Serie, wurde jeder Jahrgang bis 1979 (M-Serie) mit einem fortlaufenden Buchstaben des Alphabets benannt.
Der Jahrgang 1980 hatte dann die Bezeichnung A-Programm.

Porsche 911
Porsche 911 Carrera
Porsche 911 Carrera
Porsche 911 SC
Porsche 911 SC
Porsche 911 Carrera
Porsche 911 Carrera Speedster
Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Typ 964
1989 beschritt Porsche eine neue Vermarktungsstrategie mit dem 964.
In den Jahren davor wurden alle Porsche-Modelle (356, 911, 914, 924, 928, 944, usw.) unter der internen Entwicklungsnummer vermarktet, die einzige Ausnahme bildete der 930, der bereits als 911 Turbo verkauft wurde.
Da sich Porsche Ende der 1980er Jahre aufgrund stark rückgängiger Verkaufszahlen - vor allem bei den Modellen 944 und 928 - in einer schweren Krise befand, wollte man den Klassiker 911 nicht aufgeben und vermarktete den 964 als neuen Porsche 911.
Porsche 964
Porsche 964 C2
Porsche 964 Turbo S
Porsche 964 Speedster
Porsche 911 Typ 993
Der Porsche 993 löst 1993 den Porsche 964 ab.
Er ist der letzte 911er, der noch mit einem luftgekühlten Motor versehen ist.
Der 993 wurde in vielen Details verbessert, die beim 964 neu waren und noch zu Problemen führten.
Dadurch erlangte der 993 einen Ruf als besonders ausgereifter und zuverlässiger Sportwagen unter den 911-Modellen.
Die Karosserie ist ein viel gelobter Entwurf von Harm Lagaay, der besonders durch die harmonische Integration der Stoßstangen in die Karosserie auffällt.
Die hinteren Kotflügel wirken trotz ihrer Breite nicht übertrieben, sodass das Fahrzeug ein harmonisches Gesamtbild abgibt.
Die Frontpartie ist im Gegensatz zu den Vorgängermodellen flacher, was erst durch den Einsatz der neuen Polyellipsoid-Scheinwerfer, anstelle der bisher verwendeten Rundscheinwerfer, möglich wurde.
Porsche 993
Porsche 993 C4
Porsche 993 Turbo
Porsche 993 4S
Porsche 993 GT2
Porsche 911 Typ 996
Mit dem 996 endete 1997 die Ära der luftgekühlten Motoren beim Porsche 911.
Ab diesem Modell setzte Porsche einen wassergekühlten Motor ins Heck des Wagens.
Die Zylinderanzahl blieb bei sechs und das Prinzip der Boxer-Anordnung wurde beibehalten.
Trotz stark überarbeiteter Linienführung vor allem in der Front- und Heckpartie zeigt das Design des 996 noch die markanten Merkmale des 911.
Insgesamt ist der 996 aber größer als die Vorgängermodelle und aerodynamisch weiter optimiert.
Um die Produktionskosten zu senken, wurden bei der 996er-Entwicklung viele Teile des Porsche Boxster übernommen.
Augenscheinlich wurde dies bei den Frontscheinwerfern (wegen ihrer Form oft "Spiegeleier-Leuchten" genannt ), die dafür sorgten, dass der 911er bei der Frontansicht vom Boxster kaum zu unterscheiden war.
Bei der Entwicklung des 996 standen Alltagstauglichkeit und Fahrkomfort im Vordergrund.
Der Wagen ist daher von seiner Art mehr mit einem Gran Turismo wie dem Porsche 928 zu vergleichen als mit einem spartanischen Sportwagen, wie seine Vorgänger es noch waren.
Das Interieur wurde komplett neu gestaltet und zeigt bis auf die 911-typischen zentral angeordneten fünf Bordinstrumente wenig Ähnlichkeit mit den Baureihen 911, 964 und 993.
Porsche 996
Porsche 996 Coupe
Porsche 996 Turbo Coupe
Porsche 996 4S
Porsche 996 GT3