Porsche  Modellreihen
Porsche 914
Porsche 914
Serienmodelle
Porsche 914
Porsche 914 Ausstattung
Porsche 914 Ausstattung
Porsche 914
Da das vergleichbare Targa-Modell des Porsche 911 T mit mehr Leistung (125 PS) nur etwa 16 Prozent mehr kostete (23.199,- DM, entspricht heute ca. 38.000 €), entschieden sich im ersten Modelljahr nur 2.657 Käufer für den 914/6.
In den Folgejahren brachen mit 432 (1971) bzw. 229 (1972) Exemplaren die Verkaufszahlen völlig ein und der 914/6 wurde ab Mitte 1972 (Modelljahr 1973) nicht weiter angeboten.
Porsche 914
Porsche 914
Im Modelljahr 1975 wurden die bisherigen Stoßstangen aus Pressstahl durch Gummi-ummantelte Sicherheitsstoßfänger ersetzt.
Die US-Versionen erhielten zusätzlich die bereits im Modelljahr 1974 eingeführten Pufferhörner.
Der 914 hatte nun eckige Zusatzscheinwerfer.

Im Modelljahr 1976 wurden nur noch 4.075 Exemplare produziert, die allesamt für den US-Markt bestimmt waren.
Die US-Modelle hatten - je nach Baujahr und Bundesstaat - Katalysatoren, Warnsysteme für das Anlegen des Gurtes und verstärkte Stoßstangen.
Alle Nordamerika-Ausführungen eint, dass sie statt des weiß-gelben Glases auf der vorderen Standlicht-/Blinkerkombination ein einfarbig oranges hatten und vorne über seitliche Reflektoren verfügen.
Aufgrund der Vermarktung als echter Porsche hatten sie einen goldenen PORSCHE-Schriftzug auf dem Gitter des Motordeckels und Porsche-Wappen auf dem Lenkrad und der Fronthaube.

Sondermodelle
Sondermodelle und Umbauten
Recht häufig wurden Vierzylindermodelle durch die Umrüstung von Motor, Bremsen und Radnaben auf die Technik des 914/6 umgebaut.
Solche Umbauten sind an der Fahrgestellnummer und dem Herstellernamen zu erkennen.
Vierzylinder-Modelle (einschließlich deren Umbauten) stammen vom Hersteller Volkswagen und tragen Fahrgestellnummern, die mit den Ziffern "47" (interne Typnummer bei VW) und der Modelljahrendziffer (Start des Modelljahres ist der Monat August des Vorjahres) beginnen (z.B. "475..." für Fahrzeuge ab 8/74 bis 7/75).
Die bei Porsche gebauten 914/6 haben Fahrgestellnummern, die mit 914 beginnen.

Durch die Baukastensysteme von VW und Porsche ist der 914 einfach zu verändern.
VW-seitig ist dabei vornehmlich die Tuningszene der Typ 4-Motoren interessant.
Porsche-seitig können ohne größere Probleme die luftgekühlten Boxermotoren bis 3,2 l Hubraum, Bremsanlagen der späteren 911er-Modelle und Spurstangen des Porsche 930 eingebaut werden.

In Deutschland war unter anderem der Umbau durch den Lenner-Karosseriebausatz beliebt, der neben Verbreiterungen und flachen Kotflügeln vorne (d.h. ohne die Blinker-"Höcker") einen großen Spoiler-Flügel auf dem hinteren Kofferraum beinhaltete.

Im Rennsport wurde vor allem der durch das so genannte "Sport-Kit" modifizierte Porsche 914/6 R eingesetzt.
Wegen seiner Zulassung in der GT-Klasse der FIA setzte sich für ihn der Name 914/6 GT durch.
Es wurden im Werk etwa 32 Porsche 914/6 GT hergestellt, hinzu kamen ca. 400 offizielle GT-Kits von Porsche.
Da die GTs Fahrgestellnummern aus der laufenden Produktion hatten, ist eine exakte Identifizierung sehr schwierig.
Neben Kotflügelverbreiterungen, Karosserieverstärkungen und einem zusätzlichen Front-Ölkühler ist vor allem der 2,0 Liter-Motor mit Doppelzündung erwähnenswert, der in die Rennversion des 914/6 GT eingebaut wurde.
Im Gegensatz zu den Rallye-Einsätzen war der 914/6 GT bei Rundstreckenrennen recht erfolgreich.

Der Porsche 916 war eine potente Variante des Porsche 914/6, die 1971 insgesamt elfmal gebaut wurde.
Neben einem Prototyp mit einer Karosserie aus der laufenden 914/6-Produktion (Fahrgestellnummer 914 1430195) wurde eine Vorserie der zehn Fahrgestellnummern ab 914 2330011 verwendet.
Alle elf Modelle wurden individuell und mit verschiedenen - meist sportlich-edlen - Inneneinrichtungen aufgebaut.
Neben den Kotflügelverbreiterungen, die vom 914/6 GT bekannt waren, wurde für eine höhere Verwindungssteifigkeit ein fixes Stahldach sowie diverse Verstärkungen eingeschweißt.

Als Motor wurde für die ersten drei Modelle der 2,4 Liter Sechszylindermotor des Porsche 911 S verwendet, der das 1000 kg schwere Fahrzeug mit seinen 140 kW (190 PS) in 7 s auf 100 km/h und bis auf 233 km/h brachte.
Die weiteren Modelle verfügten über den 2,7-l-Motor des 911 Carrera mit 154 kW (210 PS).
Von den elf produzierten Porsche 916 hatten sich die Familien Porsche und Piech angeblich gleich fünf Modelle reserviert, die anderen wurden an sehr gute Kunden des Hauses verkauft.

Porsche 914