Porsche  Motorensound
Porsche 935 "Baby" • 1977
Porsche 935 Im Vergleich zum 930
ist die Frontpartie des 935 sehr flach, da die Frontscheinwerfer unter die Stoßstange verlegt und stattdessen an deren Stelle Lüftungsschlitze angebracht wurden. Dies verbessert den dringend nötigen Abtrieb an der Vorderachse.
Ein weiteres Kennzeichen des Porsche 935 ist der Heckflügel, der über der Serien-Heckflosse des 930 angebracht wurde.
Als Bremsen kamen die vom Porsche 917 zum Einsatz.
Das Gewicht betrug ca. 970 kg.
Die Motorleistung des Turbos im Jahr 1976 lag mit einem Turbolader etwa bei 433 kW (590 PS), die 1977 per Bi-Turbo weiter gesteigert wurden und 1978 beim legendären "Moby Dick" sogar 620 kW (845 PS) erreichten.
Hier wurde jedoch der Hubraum auf 3211 ccm erweitert und wassergekühlte Zylinderköpfe mit Vierventiltechnik verwendet.
Der "Moby Dick" stellt somit den stärksten Wagen dar, der je aus dem 911 entwickelt wurde.
Die Höchstgeschwindigkeit dieses Wagens betrug 366 km/h.
Damit der Motor die beim Rennen entstehenden Temperaturen schadlos überstehen konnte, wurden neben der klassischen Luftkühlung die Zylinderköpfe zusätzlich mit Wasser gekühlt.
Eine Sonderversion stellte das sogenannte "Baby" dar, das 1977 zu Demonstrationszwecken in der kleinen Division der Deutsche Rennsport-Meisterschaft eingesetzt wurde, um zu zeigen, dass man auch hier gewinnen konnte.
Der Hubraum wurde auf 1425 ccm halbiert, die Leistung sank auf 272 kW (370 PS) und das Gewicht wurde auf 750 kg reduziert.
Nach dem Debüt auf dem Norisring siegte das "Baby" auf dem Hockenheimring gegen die Turbos von BMW und Ford, womit die Mission erfüllt war und der Wagen ins Museum wanderte.